Whisky-Test: FINRIC Whisky – Pour, Sip, Enjoy

Finric Blended Whisky
Schottischer Whisky trifft deutsche Expertise – der FINRIC Blended Whisky

[Werbung] So Leute, heute gibt’s endlich wieder Whisky. Und zwar nach dem Motto „Pour, Sip, Enjoy“ – Einschenken, Trinken, Genießen. Das haben sich die Macher des FINRIC Blended Whisky auf die Fahne geschrieben – oder vielmehr aufs Etikett.

Der FINRIC ist ein Blend aus Deutschland. „Was?!“, denkt der geneigte Genuss-Trinker da verwundert. Ein Blend aus deutschen Whiskys – das wäre ja ganz was Neues, Gewagtes, Spannendes! Allerdings stimmt das nicht so ganz. Denn obwohl der FINRIC in Deutschland abgefüllt wird, stammen die enthaltenen Whiskys allesamt aus Schottland. Schade eigentlich… Das soll uns aber nicht weiter stören. Denn wir konzentrieren uns im Tasting auf den Geschmack dieses schottisch-deutschen Hybriden.

FINRIC Whisky – Ein deutsch-schottischer Blend

Hinter FINRIC stecken Andy und Alex, die beiden Jungs vom Blog Whiskytasters.de. Die zwei kennen sich definitiv mit dem schottischen Lebenswasser aus. Die Liebe zum Whisky hat sie dann letztendlich dazu inspiriert, ihre eigene Whisky-Marke auf den Markt zu bringen. Mit dem FINRIC wollten sie nach eigenen Angaben einen „modernen, ausgeglichenen und harmonischen Blend“ kreieren, der sowohl pur schmeckt, als auch in Cocktails eine gute Figur abgibt. Aber was steckt drin?

Die einzelnen Bestandteile des Blended Whisky stammen aus diversen schottischen Brennereien, deren Name ein Geheimnis bleibt. Schade eigentlich. Aber diese Geheimniskrämerei ist im Geiste der großen Vorbilder aus Schottland. Da weiß man auch nicht immer, welche Whiskys genau drinstecken. Auf jeden Fall reifen die enthaltenen Brände mindestens drei Jahre in ausgewählten Eichenfässern – was ja auch so Vorschrift ist (sonst wär’s kein Whisky).

Was ist eigentlich ein Blend?

Darüber könnte man viele Seiten füllen. Aber grob gesagt ist ein Blend ein Verschnitt: Im Gegensatz zu einem Single Malt Whisky, der gänzlich in einer einzigen Destillerie hergestellt wird, ist ein Blended Whisky eine Mischung verschiedener Whiskys aus verschiedenen Brennereien. Der Sinn dahinter ist, ein Produkt mit einem ständig gleichbleibenden Geschmack und konstanter Qualität zu kreieren. Es müssen aber nicht nur Single Malts in einem Blend verarbeitet sein. Vor allem bei günstigeren Blends ist der Hauptbestandteil meist billigerer Single Grain Whisky – also Whisky aus anderen Getreidesorten als Gerste.

Ist dieser Mischmasch jetzt etwas Schlimmes? Nicht unbedingt. Wenn man einen No-Name-10-Euro-Blend aus dem Discounter kauft, darf man natürlich keine Geschmackssymphonie erwarten. Aber ein Chivas Regal 12, Famous Grouse (Mellow Gold), Dewars 18, Johnnie Walker Green/Gold/Blue oder ein Nikka Blend aus dem fernen Japan ist großer Genuss. Und wie mischt der FINRIC Blended Whisky da mit?

Wie schmeckt der FINRIC Blended Whisky?

Aussehen

Der FINRIC schimmert in einem klaren Strohgelb.

Geruch

Zunächst mal kommt der FINRIC Blended Whisky ziemlich süß und fruchtig daher. Ich rieche kandierte Orangen, Banane, Vanille, Zuckersirup und Honig. Nach einem Moment gesellt sich auch noch ein Hauch Minze hinzu. Der Alkohol ist so naja eingebunden, denn hin und wieder weht eine schwache Klebstoffnote vorbei.

Geschmack

Der FINRIC ist nicht ohne Biss. Anfangs stolpert der Alkohol etwas unbeholfen durch den Mund und zieht die Aufmerksamkeit auf sich – die alte Rampensau. Der FINRIC besteht wohl hauptsächlich aus jüngeren, wilden Whiskys. Das dauert aber nur kurz. Denn nach ein/zwei Sekunden verzieht sich der Sprit und es kommen ein paar echt schöne Geschmacksnoten zum Vorschein: Süßes Malz und Früchte (Birne, Apfel, Banane), Kaffee sowie ein peppiger Pfeffer-Kick. Keine der Geschmacksnoten tut sich besonders hervor, dennoch ergeben sie zusammen eine gute Drinkability.

Abgang

Der Abgang ist zunächst cremig, würzig und mit Anklängen von dunkel gerösteten Kaffeebohnen. Was sich nicht so ganz einfügen will sind die recht üppig geratenen Noten und Tannine aus den Eichenfässern. Ansonsten aber easy to drink.

Wer sollte den FINRIC Blended Whisky kaufen?

Wie schneidet der FINRIC Blended Whisky insgesamt ab? Pour, Sip, Enjoy – das sollen heute unsere Kriterien sein. Zumindest die ersten beiden erfüllt der Blend voll und ganz. Der FINRIC ist ein unkomplizierter, fruchtiger und leichter Tropfen geworden, den man nebenher „sippen“ kann. Das dritte Kriterium – Enjoy – ist natürlich Geschmackssache. Meinen hat der FINRIC leider nicht ganz getroffen. Dafür ist er mir etwas zu unausgeglichen.

Der ganz große Wurf ist der FINRIC Blended Whisky also nicht geworden. Aber das wollten die Macher vielleicht auch gar nicht. Denn so wie ich die Jungs verstehe, wollten sie vor allem einen unkomplizierten Whisky für jede Gelegenheit – und das haben sie auf jeden Fall geschafft. Der FINRIC (verzeiht mir das Denglisch) zeichnet sich durch eine angenehme Drinkability aus. Whisky muss ja nicht jedes Mal verkostet und durchexerziert werden. Man kann sich auch einfach mal ein unkompliziertes, relaxtes Gläschen auf der Terrasse gönnen. In diesem Fall ist man mit dem FINRIC gut beraten.

Den FINRIC Whisky könnt Ihr über die FINRIC-Website beziehen.

Die harten Fakten

Spirituose FINRIC Blended Whisky
Herkunft Blend aus schottischen Whiskys, abgefüllt in Bellenberg, Deutschland
Sorte Blended Whisky
Alkoholgehalt 40 Vol.-%
Alter mindestens 3 Jahre
Reifung Eichenfässer
Fazit Unkomplizierter, leichter aber nicht ganz ausgereifter Blend, der dennoch mit guter Drinkability daherkommt. 

Disclaimer: Ich bin laut Telemediengesetz §6 dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Die genannte Spirituose aus dem Artikel habe ich als Testmuster vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen nach eigenem Ermessen

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