Gin-Test: Granit Gin

Granit Bavarian Gin von Penninger
Der Granit Bavarian Gin von Penninger – ein Gin wie der Bayerische Wald

Der Bayerische Wald ist eine der schönsten Naturlandschaften Deutschlands. Er ist Teil eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Europas. Seine Urwälder, Flora und Fauna sind einmalig, weshalb er 1970 als erster Nationalpark Deutschlands unter Naturschutz gestellt wurde. Wie kann man diesem einmaligen Naturpark ein schöneres Denkmal setzen, als mit einem regionalen Gin? Die Alte Hausbrennerei Penninger, bekannt durch den Blutwurz in der ikonischen Steingutflasche, hat mit dem Granit Bavarian Gin eine flüssige Hommage an den Bayerischen Wald geschaffen. Wie der Gin schmeckt und was er mit Granit zu tun hat, sehen wir uns heute an.

Regionale Botanicals aus dem „Woid“

Der Granit Gin basiert auf einem Rohdestillat mit Biosiegel, das von Penninger selbst hergestellt wird. Insgesamt finden 28 Botanicals durch Mazeration ihren Weg in den Gin. Darunter befinden sich Klassiker wie Wacholder, Koriander und Kardamom, aber auch zahlreiche regionale Kräuter sowie Wurzeln aus Bayern, wie Melisse, Arnika, Enzian, Bärwurz und Angelikawurzeln. Die Botanicals sind also Ausdruck der Heimat des Gin. Der Penninger Granit Gin fängt den Geist des „Woids“, wie die Einheimischen den Bayerischen Wald nennen, perfekt ein.

Nach der Destillation darf sich der Gin schließlich drei Monate lang in Steingutfässern beruhigen, bevor es nochmal rund geht. Denn jetzt kommt der namensgebende Granit ins Spiel. Der Brand wird über Granitsteinen verschiedener Größe und Körnung gefiltert, was ihn wohl besonders mild machen soll. Aber wieso Granit? Weil Penninger auch mit dieser ausgefallenen Filtermethode einen regionalen Bezug tum Bayerischen Wald herstellt. Denn Hauzenberg, die Heimat von Penninger, ist ein traditionelles Granitabbaugebiet.

Übrigens: Der Granitwürfel, der am Hals jeder 0,7-Liter-Flasche mitgeliefert wird, eignet sich hervorragend zum Kühlen von Drinks. Einfach für ein paar Stunden ins Gefrierfach legen und der Gin bleibt wunderbar kühl.

So viel Regionalität und Ideenreichtum macht gespannt auf den Geschmack. Also schauen wir mal, was der Granit Gin so drauf hat…

Wie schmeckt der Granit Gin?

Aussehen

Der Granit Gin ist glasklar. Auffällig ist allenfalls, wie ölig das Destillat ist. Es heftet sich regelrecht an das Glas. „Der is ja scho fast schlazig,“ würde man in Bayern sagen.

Geruch

In der Nase zeigt sich der Granit Gin ausgewogen und frisch. Anfangs dominiert eindeutig der Wacholder, der von frischen Aromen wie Melisse und Zitrone umspielt wird. Im Hintergrund aber jodelt der bayerische Wald: Die regionalen Botanicals sagen „Servus“ mit erdigen Noten, die man von einem gutem Enzianbrand kennt. Diese erdigen Aromen bilden den bodenständigen Unterbau für die leichteren Zitrusaromen, die nach einer Weile den Wacholder als dominantes Aroma ablösen und den Gin in frischere Gefilde führen.

Geschmack

Holla, die Waldfee! Hier wird nicht gekleckert, sondern geklotzt: Der Granit Gin hat einen robusten und kräftigen Körper. Trotzdem schmeckt der vor allem frisch und belebend. Ich schmecke viel Zitrone und Minze sowie den klassischen, harzigen Wacholdergeschmack. Im Mittelteil kommen dann zunehmend erdige Noten und Tannennadeln zum Vorschein. Toll: der Alkohol (immerhin 42 Vol.-%) ist hervorragend eingebunden, sodass nichts brennt oder sticht.

Abgang

Der Abgang ist sehr erdig und erinnert wieder ein wenig an Enzianschnaps: feuchte Erde, Wurzeln und trockenes Laub. Diese sind aber durchsetzt von frischen, zitronigen Akzenten und einem Hauch harzigem Wacholder.

Wer sollte den Granit Gin kaufen?

Mir persönlich gefällt der Granit Gin von Penninger sehr gut! Er ist frisch und belebend, gleichzeitig aber bodenständig und robust. Ein bisschen wie der Bayerische Wald aus dem er stammt: Frisch wie die Blumen und Kräuter auf den Bergwiesen, bodenständig wie die Wälder und Wurzeln, und robust wie die Fels- und Granitmassive, die gen Himmel ragen.

Insgesamt ein leckerer, schnörkelloser und sehr gut gemachter Tropfen. Er wird allen gefallen, die gerne die klassisch-wacholdrige Gangart bevorzugen und auf exotisches Tamtam verzichten können. Denn statt mit seltenen Botanicals aus fernen Ländern überzeugt der Granit Gin mit regionalen Wurzeln und Kräutern sowie einer erdigen Enziannote. Mei, der is fei gscheid guad!

Die harten Fakten

Spirituose Granit Bavarian Gin
Herkunft Alte Hausbrennerei Penninger, Hauzenberg, Bayern
Sorte Distilled Gin
Alkoholgehalt 42 Vol.-%
Reifung 3 Monate in Steingutfässern
Botanicals Insgesamt 28, darunter regionale wie Melisse, Arnika, Enzian, Bärwurz und Angelikawurzeln.
Fazit Ein frischer und zugleich bodenständiger Gin mit ausgeprägten Zitrus-, Wacholder- und Enziannoten. Lecker, schnörkellos und guad!

Disclaimer: Ich habe mir die im Artikel behandelte Spirituose selbst von eigenem Geld gekauft. Es handelt sich um eine unabhängige Beschreibung und Bewertung des Produkts. Trotzdem deklariere ich den Artikel hiermit sicherheitshalber als unbezahlte Werbung. 

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